01.03.2014 Wollen wir so sein?

Seit Start von SchlossHeld im September 2013 haben sich zahlreiche Schlüsseldienste zu einer Zusammenarbeit mit dem Portal entschieden. Der rege Zuspruch ermutigt uns, weiter und verstärkt für den Ruf der Schlüsseldienst-Branche zu kämpfen. Dafür sind wir unseren derzeitigen Partnern dankbar.
Wir hatten mit starkem Gegenwind gerechnet, jedoch nicht aus der sich aktuell darstellenden Richtung. Ob am Telefon, in Emails oder sozialen Netzwerken – Missbilligung, üble Nachreden, ja sogar Verleumdungen schlagen SchlossHeld immer wieder entgegen. Das beschäftigt selbst so gestandene Geschäftsmänner wie die SchlossHeld-Gründer, die doch tagtäglich im Dienstleistungsbereich (nicht nur für SchlossHeld) arbeiten.
Wollen tatsächlich nur so wenige eine positive Veränderung in der Schlüsseldienst-Branche? Will sich niemand gegen die Abzocker aktiv wehren, die den Markt dominieren? Oder liegt es einfach an einer gesellschaftlichen Entwicklung, auf die immer mehr Soziologen, Ethiker und Philosophen hinweisen?

Gemeine Gesellschaft

SchlossHeld, das Portal für Schlüsseldienste, HelidaEs scheint so, als sterbe in allen Lebensbereichen Freundlichkeit und Rücksichtsnahme aus. Kein neues Phänomen. 2011 titelte ein Essay im Spiegel „Kante statt Kant“. Zeile für Zeile las man von Rücksichtslosigkeit im Kleinen, wohin man auch blickt. (Spiegel-Essay: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-80818287.html)

Der Philosoph Immanuel Kant ist der Autor des „Kategorischen Imperativs“, der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, und Begründer der „Kritik der reinen Vernunft“, dem transzendentalen Idealismus.

"Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde." lautet eine seiner wichtigsten „Gesetzesformeln“, die gern in dem Zusammenhang mit ethischen und gesellschaftlichen Fragen zitiert wird. Für Kant waren zwei menschliche Fähigkeiten entscheidend: Vernunft und Erfahrung. Zwei wichtige Eigenschaften, die, so scheint es zumindest, vergessen werden – ob bewusst oder unbewusst.
Das Resultat: Menschen, die sich selbst am nächsten sind.

Ein Buch gegen „asoziales“ Verhalten?

Der Titel eines Buches, erschienen im August 2012, lautet „Die Rüpel-Republik - Warum sind wir so unsozial?“. Darin veröffentlichte der Spiegel-Redakteur Jörg Schindler seine Erfahrungen und persönlichen Ansichten von unserem gesellschaftlichen Miteinander. Man versteht es als eine Art Appell. Jörg Schindler stellt Fragen, die zum Nachdenken anregen wollen: „Wo führt es hin, wenn jeder nur noch tut, was er für richtig hält und was zwar ihm nutzt, dafür aber anderen schadet? Und wieso wehren wir uns nicht?“

 

 

Fragen, die nach der Meinung von SchlossHeld wunderbar auf die Schlüsseldienst-Branche übertragen werden können. Obwohl das Portal öffentlich und in zahlreichen Einzelgesprächen mit Betrieben, Herstellern und Verbrauchern bekundet, sich für den Kampf um Veränderungen gewappnet zu haben, begegnet es nicht allzu selten böswilligen Beschimpfungen. Das Erstaunlichste dabei: die heftigste Gegenwehr kommt von den Schlüsseldienst-Betrieben selbst. Das freut einzig diejenigen, die der Branche seit Jahren schaden und Millionen verdienen. Sie nutzen die Schwierigkeiten wie das Fehlen eines eigenen Berufsbildes oder die Abwesenheit von Normen und Richtlinien, um abzusahnen. Der Markt wird zu einem Haifischbecken, indem sich alle selbst am nächsten sind. Den Frust darüber lässt man an denjenigen aus, die sich trauen, etwas zu unternehmen. Von Solidarität – keine Spur.

Heute Sittenverfall,
morgen Sodom und Gomorra
?

Wo liegen die Gründe und Ursachen für das egoistische Gesellschaftsverhalten? Oft ist die Rede von Leistungsdruck, Zeitmanagement oder Desinteresse an anderen Menschen. Viele beklagen sich und haben Angst aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Land. Sie lähmt uns Menschen, macht uns schier handlungsunfähig.

Sodom und Gomorra - jedem sind die mythischen Städte des Alten Testamentes ein Begriff. Gott habe sie wegen der Sünde ihrer Einwohner vernichtet. Nicht zugleich, erst schickte er seine Engel. Doch es wollten sich nicht mal nur zehn Menschen finden lassen, die gut und ehrlich waren. So wurden die Städte unter Feuer und Schwefel begraben, für immer aus der Welt gelöscht.

Mit dem in der Bibel beschriebenen Sündenpfuhl ist unsere Gesellschaft nicht zu vergleichen, aber kritische Stimmen erklären, sie leide bereits unter Sittenverfall. Dass diese Behauptung durchaus stimmt, stellen wir schnell fest. Bereits morgens kämpfen wir uns durch den Alltag. Auf dem Weg zu Arbeit, mit U-Bahn oder Bus, werden wir von Fremden nicht wahrgenommen, stattdessen geschupst, bedrängt oder angepöbelt.
Länger schon mutieren die Worte „Bitte“ und „Danke“ zu Fremdwörtern der deutschen Sprache. Wir finden uns und andere selbstverliebt, gierig, egomanisch, intrigant und neidisch.
Was ist nur mit uns Menschen los?
Selbst die Polizei erübrigt nur ein hilfloses Seufzen als Reaktion auf die Frage und bekundet traurig, dass Menschen immer mehr Frust aufbauen, der sich explosionsartig in verbaler und körperlicher Gewalt entlädt.

Jeder für sich und alle allein

SchlossHeld, das Portal für SchlüsseldiensteDer Mensch ist ein Rudeltier, nicht geschaffen fürs Alleinsein. Wir brauchen einander. Das beweist auch die Neurowissenschaft. Unser Gehirn ist auf Gemeinsamkeit, Akzeptanz, Zusammen- halt und Gerechtigkeit eingestellt. Wenn diese mit Füßen getreten werden, sehen wir rot. Die Folge ist Aggressivität, die sich in unsozialem Verhalten äußert. Doch wie verhindert man dies?

Das Buch von Jörg Schindler bietet zahlreiche Alternativen. Hilfreich sind schon Kleinigkeiten: Verständnis haben, Veränderungen akzeptieren und zulassen, Respekt, Geben und nicht nur Nehmen.
Auf den Fall ist eines besonders wichtig: Vertrauen.
Nicht jeder, der uns begegnet, führt etwas Böses im Sinn.
Plagen Unsicherheit und Zweifel, kann und soll man diese äußern. Kommunizieren hilft uns Rudeltieren, miteinander zu leben. Dazu gehört es aber, dass wie alle ehrlich und sozial miteinander umgehen.

Infos zum Autor Jörg Schindler:
In Frankfurt am Main und Edinburgh studierte er Germanistik, Anglistik und Soziologie. Seit 2012 schreibt Jörg Schindler für den Spiegel. Zuvor war er Nachrichtenredakteur und Reporter bei der „Frankfurter Rundschau“. 2009 wurde ihm und seinem Kollegen Matthias Thieme der Wächterpreis für investigativen Journalismus überreicht.

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