30.04.2014 Der Schlüssel

Sinnbild unserer Welt?

Der Schlüssel zur Weisheit, der Schlüssel zum Herzen - zwei Redewendungen, die jeder schon mal gehört hat. Sie gehen uns so leicht von der Zunge, ohne dass wir uns Gedanken machen, woher diese Worte stammen und welcher tiefere Sinn dahinter steckt. Die Symbolkraft des Schlüssels ist vielfältig. In der heutigen Zeit steht er vor allem für Sicherheit, denn mit einem Schlüssel öffnen und schließen wir die Türen zu unseren liebsten Besitztümern, ob es das Zuhause oder ein Wertgegenstand ist. In früheren Zeiten wurde einst dem König der Schlüssel zur Stadt überreicht, sodass er diese unter seinen Schutz stellte. Somit obliegt dem Schlüssel ein weiteres Attribut, dass der Macht. Durch ihn besitzen wir die Fähigkeit etwas wegzusperren, vor den Augen der Anderen zu schützen oder eine geheimnisvolle Tür zu einem Ort zu schließen, den jeder gern betreten möchte.

SchlossHeld Schlüssel Symbole

Der erste Schlüssel

SchlossHeld SchlüsselDer erste seiner Art wurde erfunden, als der Mensch noch abergläubig war und das Tor zu den Wissenschaften nur zaghaft durchschritt. Noch älter als jedes Schließinstrument aber ist die menschliche Geschichte. Sie gilt als Schlüssel der Welt. Mittlerweile fallen darunter auch andere Bereiche unseres Lebens, wie die Sprache zum Beispiel. Natürlich sind alle samt nur Symbole und haben mit dem Gegenstand und seiner Entstehung nichts zu tun. Diese wird auf das Jahr 2800 v. Ch. datiert und ist eng mit der Entwicklung des Schlosses verbunden, denn das eine benötigt das andere. Als ältester Beweis für die Entstehung des Schlüssel gilt das akkadische Rollsiegel von 2300 v. Ch. Es zeigt unter anderem den sumerischen Weisheitsgott Enki, der dort mit einem Schlüssel dargestellt wird.

Früher waren Schlüssel noch fantasievolle Gegenstände, reich verziert, verschnörkelt und mit reichhaltigen Details versehen. In den Tausenden von Jahren hat sich der kleine Gegenstand jedoch verändert. Das eiserne Schmuckstück wandelte sich in einen schlichten Sicherheitsgaranten, der zwar weniger schön, dafür einmalig und handlich ist.

Die Schlüsselgewalt

Sogar im Deutschen Familienrecht kommen der Schlüssel und seine Macht vor.  Die sogenannte Schlüsselgewalt räumt Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern, das Recht auf Rechtsgeschäfte ein, die zur Deckung des Lebensunterhalts beitragen, auch mit Wirkung für oder gegen den anderen Ehepartner oder Lebenspartner. Das bedeutet schlichtweg, dass bei Schulden sich ein Gläubiger auch an den Ehepartner des Schuldners wenden kann. Die Schlüsselgewalt ist bereits in der Antike angewendet worden. Im Mittelalter dann trugen verheiratete Frauen ein Schlüsselbund gut sichtbar als Zeichen ihres Rechtes. So verkündeten sie stolz, dass sie nicht unter Vormundschaft ihres Ehemannes standen. Die Schlüsselgewalt kommt auch in der Religion vor, hier beschreibt sie die kirchliche Macht, Sünden zu vergeben oder zu verweigern.

Der Schlüssel in der Religion

Der Schlüssel nimmt in vielen Bereichen unserer Gesellschaft große Bedeutung ein. So auch für die Gläubigen. Der bekannteste Schlüsselträger ist wohl Petrus aus dem neuen Testament. Simon Petrus war einer der Jünger, die von Jesus als Nachfolger berufen wurden. Dargestellt wird er für gewöhnlich mit einem Schiff, Buch, Hahn oder umgedrehtem Kreuz oder eben einem Schlüssel. Von Jesus erhielt er nämlich „die Schlüssel des Reiches der Himmel". Laut Bibel sprach der Gottsohn: „Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein."

Die Bibel berichtet weiter, dass Petrus diese Schlüssel zu Pfingsten nutzte. Er öffnete 3000 Juden die Tür des Himmels. Ab etwa dem Jahr 1000 übernahm die Kirche das Symbol der Petrusschlüssel. Noch heute zieren diese das Papstwappen. Als Erster wurde Bonifaz VIII. damit dargestellt.

SchlossHeld Jesus, Petrus und Schlüssel

Bild: "Christus übergibt Petrus die Schlüssel des Paradieses"
von Jean-Auguste-Dominique Ingres, 1820

Traumdeutungen

Schlichter ist die Symbolkraft des Schlüssels in unseren Träumen. Seine Bedeutung liegt vor allem in der Erklärung, einem wichtigen Hinweis oder der lang ersehnten Lösung. Mit dem Schlüssel erhält der Mensch erhält Zugang zu einem Wissen, das ihm vorher verborgen war.

Schlüssel und Schloss im Traum stehen für Mann und Frau und für die Vereinigung der beiden. Aber auch die Reise zu uns selbst und unserer Gedankenwelt werden durch das Übergeben eines Schlüssels symbolisiert. Verlieren wir einen Schlüssel im Traum, sollen wir womöglich etwas beenden. Geheimnisse müssen vielleicht offenbart und nicht mehr länger unter Verschluss gehalten werden. In der Regel liegt es an uns, welcher Deutung wir dem Schlüssels im Traum den Vortritt geben.

Schlüssel in Märchen

Wegen der großen Symbolkraft ist es nicht verwunderlich, dass der Schlüssel in Fabeln, Mythen und Märchen vorkommt. Eine bekannte, wenn auch seltsame Geschichte ist das Grimmmärchen „Der goldene Schlüssel“. Es stammt den Gebrüdern zufolge aus Hessen und wurde ihnen von Marie Hassenpflug zugetragen. Dieses Märchen gehört wie so manch anderes zu jenen, die wir Menschen zu deuten versuchen. Seine wahre Bedeutung zu erkennen, der Schlüssel zum Verständnis, liegt aber nur in uns selbst.

Der Goldene Schlüssel

von den Gebrüdern Grimm

„Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, mußte ein armer Junge hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen. Wie er es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Haus gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bisschen wärmen. Da scharrte er den Schnee weg, und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen kleinen goldenen Schlüssel. Nun glaubte er wo der Schlüssel wäre, müßte auch das Schloß dazu sein, grub in der Erde und fand ein eisernes Kästchen. „Wenn der Schlüssel nur paßt!“ dachte er, „es sind gewiß kostbare Sachen in dem Kästchen.“ Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch da, endlich entdeckte er eins, aber so klein daß man es kaum sehen konnte. Er probierte und der Schlüssel paßte glücklich. Da drehte er einmal herum, und nun müssen wir warten bis er vollends aufgeschlossen und den Deckel aufgemacht hat, dann werden wir erfahren, was für wunderbare Sachen in dem Kästchen lagen.“

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