Der KGB wird 60

Spionage, Geheimnisse und Agenten, die ein aufreibendes Doppelleben führen. Sie schlüpfen in Rollen und wühlen in den dunkelsten Ecken unserer Gesellschaft nach Informationen. Die Welt der Geheimdienste ist eine dreckige und gefährliche. 2014 ist das Jahr, in welchem einer der berüchtigtsten Geheimdienste sein 60. Jubiläum feiert: der KGB.

Logo KGB - SchlossHeld, das Portal für SchlüsseldiensteIm November 1917 entstand die Sowjetunion, die ab 1923 offiziell UdSSR genannt wurde. Gleichzeitig gründete sich die sowjetische Geheimpolizei „Tscheka“. Ihr Erfolg war von kurzer Dauer, denn sowohl Regierung als auch das sowjetische Volk misstrauten der Institution. Die „Tscheka“ setzte man schnell wieder ab. Danach ereigneten sich viele Umstrukturierungen. Die Schaffung diverser Ministerien und Abteilungen für Staatssicherheit waren die Folge. Nach dem Tod von Stalin 1953 wurde schließlich der bis dahin gebildete Polizei- und Staatssicherheitsapparat vollkommen umstrukturiert. Das „Komitet Gosudarstwennoje Besopasnosti“ bildete sich, kurz KGB.

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Der Weg eines Geheimdienstes

Von 1954 bis 1991 fungierte das Komitee als Geheimdienst der Sowjetunion und war dem Ministerrat direkt unterstellt. Zu den Aufgaben gehörten die Spionage, Gegenspionage, militärische Spionageabwehr, Ermittlungen in Korruptions- und Wirtschaftsstrafsachen, Informationsbeschaffung und natürlich die Überwachung und Durchführung von Maßnahmen gegenüber Dissidenten und Regimegegnern. Bei seiner Arbeit verließ sich der Geheimdienst vor allem auf menschliche Quellen, sogenannte „Human Intelligence“. Die CIA und andere westliche Geheimdienste setzten zusätzlich auf die elektronische Überwachung, also Bild-, elektronische und Fernmeldeaufklärung, bekannt als „Signals Intelligence“.

Die Zentrale des KGBs saß in der Moskauer Lubjanka. Zum Ende der UdSSR wurde der sowjetische Geheimdienst im Oktober 1991 aufgelöst und nach und nach in die einzelnen Nachfolgedienste wie dem FSB (Föderaler Sicherheitsdienst), der seit 1996 auch zur Auslandsspionage berechtigt ist, aufgeteilt.

Wladimir Putin
vom KGB-Offizier zum Regierungsführer

Putin - SchlossHeld, das Portal für SchlüsseldiensteAm 7. Oktober 2012 wurde Russlands Nummer eins 60 Jahre. Putin ist somit nur zwei Jahre älter als einer der berüchtigtsten Geheimdienste der Welt. Er selbst war von 1975 bis 1982 als KGB-Offizier in der ersten Hauptabteilung (Auslandsspionage) tätig. Zu seinen Aufgaben gehörte vor allem die Vorbeugung von Dissidenten-Tätigkeiten in Leningrad. Als junger Schüler schaute Putin patriotische Spionagefilme. Sie weckten ihn ihm das Interesse am KGB. So gab Russlands Präsident einmal an, er habe sich in der Leningrader KGB-Zentrale beworben, als er gerademal in der neunten Klasse war.

© Putin / Wikipedia

Damals riet man ihm, er solle erst ein Jurastudium absolvieren. Und das tat er dann. Als Dreiundzwanzig-Jähriger klappte es dann schließlich beim KGB. Für ihn war er 1985 übrigens in Deutschland, in der DDR, tätig. Nach Angaben der Gauck-Behörde soll er 1990 versucht haben, einen Spionagering aus ehemaligen Stasi-Mitarbeitern aufzubauen. Nun, das ist misslungen beziehungsweise aufgeflogen.

Spionage-Stars

Zahlreiche Menschen wurden für Ihre Tätigkeiten für den KGB verdächtigt und nur wenigen konnte man eindeutig eine Mitarbeit nachweisen. Zu den bekanntesten gehören Doppel-Agent Heinz Felfe, Atomwaffen-Physiker Klaus Fuchs oder das Ehepaar Rosenberg. Die amerikanischen Eheleute wurden sogar am 19. Juni 1953 im berüchtigten Sing Sing in New York deswegen hingerichtet.

Rosenberg - SchlossHeld, das Portal für SchlüsseldiensteDie Enttarnung der Rosenbergs war eng mit der von Klaus Fuchs verbunden. Dieser arbeitet am amerikanisch-englischen Atombombenprojekt. Parallel dazu unterstützte er die Sowjets bei der Entwicklung einer Atombombe. Enttarnt wurde Klaus Fuchs durch das VENONA-Projekt. Darunter versteht man die Gemeinschaftsarbeit der Geheimdienste der USA und der Briten.

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Man versuchte sich an der Entschlüsselung von Geheimnachrichten offizieller, sowjetischer Stellen in den USA. Zu diesen gehörte David Greenglass, der Bruder von Ethel Rosenberg. Wie seine Schwester und der Schwager verfolgte auch er kommunistische Ideen. Während seiner Zeit in der US-Armee wurde er als begabter Maschinenschlosser zum geheimen „Manhattan-Projekt“ abkommandiert. Die Forschungsarbeiten drehten sich um den Bau der Atombombe, geleitet vom Physiker J. Robert Oppenheimer. Als Greenglass’ Tätigkeiten für die Sowjets aufflogen, denunzierte er kurzerhand auch seine Schwester und Schwager. Während diese hingerichtet wurden, erhielt Greenglass "nur" 15 Jahre Gefängnis. Nach zehn Jahren kam er 1960 raus und tauchte in New York City unter. 1993 dann erklärte ein Richter in dem von Rechtsanwalts Marshall Perlin angestrebten Prozess zu dem Fall Rosenberg, dass es damals keine wirklichen Beweise für eine Beteiligung der Rosenbergs gegeben habe. Auch Greenglass sei niemals aufgrund mangelnder Kenntnisse in Physik, Chemie oder Mathematik imstande gewesen, zu beurteilen, ob die Informationen relevant für den Bau einer Atombombe gewesen seien.

Spionage-Mist

Einer der größten Spionage-Lügen wurde angeblich von Mitarbeitern des russischen Geheimdienstes in den Achtzigern gestreut. Sowjet-Agenten behaupteten, die US-Amerikaner hätten das HI-Virus im Labor erzeugt. Aus Versehen sei das Virus während der Forschungsarbeiten freigesetzt worden. Ganz klar, der Versuch einer Diskreditierung seitens der Sowjets, aber die Nachricht ging um die Welt. Selbst Zeitungen in Deutschland druckten diese Schlagzeile. Erst Staatschef Gorbatschow räumte mit der böswilligen Lüge auf. 1987 entschuldigte er sich öffentlich bei US-Diplomaten.

Geheimdokumente auf der Schreibmaschine

Schreibmaschine - SchlossHeld, das Portal für SchlüsseldiensteGeheimhaltung steht an oberster Stelle, bei jedem Geheimdienst. Die Russen sind besonders vorsichtig. So heißt es, dass die Mitarbeiter streng geheime Informationen nur mittels Schreibmaschinen oder handschriftlich festhalten und weitergeben. Deutsche Schreibmaschinen vom Typ „Triumph-Adler Twen 180“ sollen dabei als Favoriten der Russen gelten. Im Auftrag Putins sucht der russische Geheimdienst nach Farbbändern und anderen Modellen, bevorzugt aus Deutschland. Schuld daran ist Amerikas Staatsfeind Nummer 1: Edward Snowden.

© Tschamp / Wikipedia

Nach seinen Veröffentlichungen setzt der russische Geheimdienst auf alte Methoden, seine Geheimnisse zu bewahren. Warum nicht auf dem altmodischen, bewährten Weg? Schließlich ist das Thema Datensicherheit eins der schwammigsten überhaupt.

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